Finanzberater sind in Deutschland oft als Selbständige, teilweise auch als festangestellte Berater tätig. Ihre Einkünfte generieren die Berater oder deren Arbeitgeber aus Honorarvereinbarungen oder Provisionen und Courtagen.
Da die Vereinbarung von Beratungshonoraren am Deutschen Finanzmarkt noch wenig verbreitet ist und bei vielen Mandanten noch immer auf Widerstand stößt, stammt der größte Teil der Berater-Einnahmen aus der Vergütung für vermittelte Verträge.
Diese übliche und allgemein bekannte Verprovisionierung von Verträgen führt in der Bevölkerung zu einer Reihe von Missverständnissen:
Erstens: wird die Höhe von Provisionen und Courtagen von Mandanten oftmals weit überschätzt.
Zweitens: wird der finanzielle und zeitliche Aufwand eines professionell arbeitenden Beraters von Mandanten oftmals weit unterschätzt.
Drittens: arbeiten am Deutschen Finanzmarkt aufgrund geringer rechtlicher Zulassungsregelung noch immer eine Überzahl von wenig qualifizierten oder gänzlich unqualifizierten Verkäufern, die sich in einem sensiblen Markt bewegen und nach dem Ex-und-hopp-Prinzip die schnelle Mark suchen.
Dies führt leider nach wie vor dazu, dass viele Mandanten den hochqualifizierten Berater mit den einfachen Produktverkäufern über einen Kamm scheren und ohne bösen Willen unterstellen, dass es bei der Tätigkeit des Finanzberaters nur „um’s Geld verdienen“ geht.
Natürlich muss auch der Fachwirt für Finanzberatung sein Geld durch seine Arbeit verdienen – wie jeder andere arbeitende Bürger auch. Und dieses Geld zahlt ihm entweder der Kunde direkt durch Honorare oder – deutlich häufiger – der „Produktgeber“ durch Provisionen und Courtagen.
Wie sollte der Fachwirt für Finanzberatung auch anders die Kosten für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes, der laufenden Weiterbildung und natürlich auch für seinen Lebensunterhalt verdienen?!
Und gerade der qualifizierte Berater muss immer wieder die Erfahrung machen, dass Mandanten – nachdem sie von der umfassenden und hochwertigen Beratung profitiert haben – den Abschluss bei einem billigeren Anbieter tätigen, der keine gleichwertige Beratung bieten kann.
Trotz dieser Schwierigkeiten verfolgen die Mitglieder des Bundesverbandes der Fachwirte für Finanzberatung e.V. das Ziel, die Qualität der Finanzberatung nachhaltig zu verbessern.
Hierzu unterwerfen sich alle Mitglieder des Bundesverbandes der Fachwirte für Finanzberatung e.V. der Selbstverpflichtung, die Beratung ihrer Mandanten nach ethischen Grundsätzen durchzuführen.